Hier bin ich wieder, diesmal mit dem Bericht vom Fox Glacier (zu Deutsch: Fox Gletscher). Die letzten Tage war es mit dem Internet nicht so einfach, da ich einfach in der Pampa war. Von daher kommt jetzt der Bericht zum Fox Glacier und gleich im Anschluss daran der Eintrag zu Nelson und dem Abel Tasman National Park.
Mittlerweile bin ich schon in Wellington, Neuseelands schoener Hauptstadt. Hauptstaedte haben einfach immer etwas ganz Besonderes - hier werden politische Entscheidungen getroffen, hier zeigen die Laender prunkvoll, was sie zu bieten haben, und die kreativsten Architekten duerfen sich bei den Bauwerken so richtig austoben.
Aber fuer die Freunde der Bergwelt soll es zunaechst mit dem Fox Glacier weitergehen:
Donnerstag, 19. Januar:
Morgens ging es direkt frueh raus und mit dem Bus nach Fox Glacier Town (oder wie auch immer dieser Ort genau heisst - er besteht aus einem riesigen Gletscher, einem See, einer Tankstelle, einer Agentur fuer alle Aktivitaeten am Fox Glacier und einem Hostel. Alle sprechen nur vom "Fox Glacier").
Ich hatte mir mittlerweile vorgenommen, jetzt mehr alleine zu reisen. Echt jetzt. So nett alle sind, aber wenn man jede Nacht ein kleines Schlafdefizit aufbaut und jeden Tag ein groesseres Obstdefizit, dann ist einem manchmal mehr nach Doesen im Bus-Sitz. Naja, natuerlich lernte ich eine sehr nette Kanadierin kennen sowie eine sehr coole Englaenderin namens Kristen. Die namenlose Kanadierin erzaehlte mir einiges ueber Singapur (was ich am Ende des Trips noch bereisen werde), da ihr Bruder dort lebt. Wir waren nur zu fuenft im ganzen Bus, was sehr ungewoehnlich ist. Da wir alle etwas uebermuedet waren, legten wir uns quer ueber alle Baenke und Gaenge so im Bus hin, wie wir gut schlafen konnten. Man verliert irgendwann alle Hemmungen. Ueberhaupt: Ich waere sonst vor Scham eingegangen, aber mittlerweile habe ich jedwede Eitelkeit oder das Streben nach Hygienestandards wie zu Hause aufgegeben. Irgendwie befreiend, und gesund bin ich trotzdem noch, soweit ich das beurteilen kann. Wie die Oma sagen wuerde: Frueher haben wir auch nicht staendig geduscht und alles mit Sagrotan eingesprueht.
So gondelten wir in Richtung Gletscher, und Kristen entschied sich spontan, auch zum Fox Glacier zu fahren. Sie checkte in meinem Hostel mit ein, was wirklich sehr schoen war. Dort habe ich mich ueberaus wohlgefuehlt (Ivory Towers - ich muss daran denken, denen spaeter bei Tripadvisor.com eine sehr gute Bewertung zu hinterlassen). Alles war ganz liebevoll gemacht: Ueberall hingen oder standen Blumen, es gab einen kleinen Pool, die Kueche und die Baeder waren sehr sauber, und die Stimmung war einfach angenehm.
Wie eine weitere Englaenderin festhielt: Zu einem Gletscher fahren auch nur die Leute, die, naja, eben den Gletscher sehen wollen. So hausten wir frei von dumpfen Partyvolk in trauter Eintracht zusammen in dem schoenen Hostel.
Am ersten Tag bin ich mit Kristen zu Fuss zu dem See gegangen, was insgesamt ca. 3 Stunden dauerte. Am dem Rueckweg regnete es und wir kamen wirklich komplett nass zurueck. Zum Glueck war es nicht kalt. Gesehen haben wir wenig - die Wolken haben einen Ausblick wie hier auf dem Foto an dem Tag einfach verhindert.
Nach dem Abendessen sind Kathrin (eine Deutsche), die Englaenderin aus unserem Zimmer und ich in einen kleinen Waldweg eingebogen, um uns dort die Gluehwuermchen anzugucken, die man Kathrin dort prophezeit hatte. Und wirklich, da waren einige, und es war ein sehr lustiger Spaziergang.
Freitag, 20. Januar:
Ich habe erst mal ausgeschlafen, und zwar so richtig. Um 10:30 Uhr bin ich dann aber doch aufgestanden und habe mich auf zum Gletscher gemacht. Kristen hat dieselbe Tour gemacht, nur mit dem Hubschrauber. Ich habe fast 4 Stunden gebraucht, aber auch viele Fotopausen und eine laengere Fruchtpause (mit Feigen) am Gletscher selbst gemacht.
Ja. Was soll ich sagen. Es war ein Gletscher. Ich fand den Anblick schon spannend, aber die Bergwelt uebt auf mich nicht dieselbe Faszination aus wie Straende oder schoene Staedte. Da der Gletscher aber als absolutes "Must-see" im Reisefuehrer angepriesen wurde, wollte ich mir spaeter nicht vorwerfen muessen, ihn ausgelassen zu haben. Naja. Been there, done that. Haken dahinter, und auf zur naechsten Station.
Ich bemerkte auch langsam, dass mich ein Phaenomen erfasste, was Kathrin als "Inselkoller" bezeichnet hatte. So langsam wurde es mir zu viel der Natur, des nicht vorhandenen Handyempfangs, der unfassbar teuren Internetverbindungen fernab der Zivilisation, und der Supermaerkte mit kleiner Auswahl. Ich traf Kathrin im Zimmer und fragte sie zum Thema Inselkoller aus. Sie versicherte mir, dass die Suedinsel wirklich sehr ruhig sei, und es mir auf der belebteren Nordinsel schon direkt besser gehen wuerde. Sie sollte Recht behalten - seit ich in Richtung Norden reise, geht es echt besser. :-)
Ich betaetigte mich im Folgenden als fleissiges Waschweib. Eins der Dinge, die zu Hause so leicht gehen (vor allem, da Benni es macht ...), und die unterwegs schon eingeplant werden muessen (zumal in der kuehleren Umgebung der Suedinsel auch alles so langsam trocknet).
Dann habe ich noch nach einigen Tipps von Kathrin die folgenden Tage samt Bussen und Aktivitaeten durchgeplant und online und telefonisch gebucht.
Spaet abends haben wir dann mit Kristen bei uns im Zimmer gesessen und dann die Gluehwuermchen-Tour noch mal gemacht. Auf dem Weg gabelten wir vier Japaner auf, die auch die Gluehwuermchen sehen wollten, aber nicht ganz wussten, wohin sie gehen mussten. So gingen wir in voelkeruebergreifender Harmonie den kleinen Waldweg entlang und belaestigten die Gluehwuermchen auf ein Neues, die uns im Gegenzug aber nur wieder kraeftig entgegenleuchteten.
Auf dem Rueckweg zum Hostel fiel uns auf, wie viel besser man hier die Sterne sehen kann. Man sieht die Milchstrasse sehr klar. Echt schoen, und wohl nur ausserhalb der Zivilisation so gut zu erkennen.
Mit Kathrin und Kristen habe ich dann noch Emailadressen ausgetauscht. Kristen sehen ich eventuell in Wellington noch mal wieder.
Weiter geht es direkt im naechsten Blogpost mit Nelson und dem Abel Tasman Park!
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| Das Hostel war wirklich bemerkenswert liebevoll hergerichtet. |
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| Hinter der silbernen Abdeckplane verbirgt sich das Spa. |
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| Auf dem Weg zum Fox Glacier. |
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| Der schöne temperate rain forest! |
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| Diese drei Farnblätter standen wirklich in Reih und Glied! |
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| Seht ihr all die Mini-Blüten? :-) |
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| Findet ihr das Kind im Bild? :-) |
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| Welch Farbspiel, nicht wahr? |
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| Man erahnt schon den Gletscher ... |
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| Und das ist der Gletscher. Nun ja. Mein Interesse, mehr davon zu sehen, wurde leider nicht geweckt. |
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| Immer wieder faszinierend: Die neuseeländische Flora erinnert dort verdächtig an Europa. |
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| Lake Matheson |


































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