Freitag, 27. Januar 2012

Neuseeland: Taupo



Wer den Blogpost zu Wellington verpasst hat und noch lesen moechte, klickt einfach hier. Es gibt heute wieder zwei Berichte auf ein Mal.

Freitag, 27. Januar:
Morgens konnte ich in Wellington noch ausschlafen und dann mit dem Bus nach Taupo zu fahren. Die Landschaft sieht hier etwas anders aus. Wir fuhren durch das Central Plateau, und wie der Name schon sagt, liegt es zentral (in der Mitte der Suedinsel) und ist ein Plateau. Das klingt langweilig? Weit gefehlt. Ich finde die Landschaft hier echt schoen. Hier wuerde ich vielleicht sogar mal einen der tausend Hubschrauberfluege machen, wenn es denn welche gaebe. Ich war fast empoert, dass sich andere Fahrgaeste im Bus DVDs anschauten, statt sich ebenfalls an der ueppigen Flora um uns herum zu erfreuen. Die Natur hier ist abwechslungsreich, bietet interessante Gesteinsformationen und Pflanzen, deren Farbharmonie einen fast zum Fotografieren zwingt. Sandfarbene Weiden wiegen sich im Wind, alte Baeume ragen mit ihrem dunkelgrauen Holz in die Luft, Blaetter in allen Gruenschattierungen scheinen alles zu umspielen, helle Blueten bilden viele Farbtupfer, kleine Fluesse schlaengeln sich hier und da hindurch und glitzern in der Sonne, und das alles erscheint im dramatischen Licht des von einigen dunklen Wolken durchzogenen Himmels fast schon magisch. So aufregend kann Busfahren sein. Hier sieht man auch schon deutlich mehr Haeuser, und man merkt der Landschaft an, dass hier Menschen wohnen. Hier und da sieht man ein paar Felder, und die kleinen Ortschaften werden deutlich mehr. 
In Taupo gibt es zwar nur den Lake Taupo (Taupo-See), aber der ist es auch wert. Er ist der groesste See Neuseelands mit einer Flaeche von gut 600 Quadratkilometern, wenn ich im Bus richtig aufgepasst habe. Die Stadt Taupo hat im Winter ca. 25.000 Einwohner, schwillt jedoch im Sommer auf gut 60.000 Einwohner an. Ein wirklicher Touristenort also. Trotzdem wird Taupo fuer mich immer etwas Besonderes bleiben. Zum Einen, weil die Stadt mal wirklich so aussieht, wie ich mit neuseelaendische Staedte vorgestellt hatte, bevor ich hierher kam. Klein, aber es ist alles da: Ein schoener See, im Hintergrund die fast schon obligatorischen Berge, und eine friedliche Stimmung, die man wohl nur am Ende der Welt hat. Zum Anderen gibt es in Taupo die schoene Rainbow Lodge. Hach. Ich war zwar nur eine Nacht da, aber das Hostel war echt toll. Ich habe mich sofort wohlgefuehlt.
Ich war nach dem Einzug im Hostel einkaufen und habe am See ein Picknick gemacht. Dabei habe ich die Voegel und Enten gefuettert, die zusammen fast zwei Scheiben glutenfreies Brot gegessen haben. Sie sollen auch was vom Leben haben. Das Licht war wieder wunderschoen und tauchte die abendliche Landschaft wieder in eine dramatische Stimmung. Die wenigen Touristen hatten alle ihre Kameras in der Hand und machten sich gegenseitig bereitwillig Platz, damit alle die besten Motive ergattern. Ach, der schoene Lake Taupo.
Im Hostel habe ich lange und erholsam geschlafen.

Am naechsten Morgen (also heute) ging es nach Rotorua, wo ich jetzt schon bin.

Ich habe generell beschlossen, meine Route zu aendern. Zum Einen werde ich deutlich frueher nach Australien reisen und dort im Idealfall alle grossen Staedte sehen (so viele gibt es ja nicht, hihi). Zum Anderen werde ich die Route aendern muessen, weil gerade die Ostkueste momentan unter Ueberschwemmungen zu leiden hat. Ich werde voraussichtlich in Neuseeland noch die Coromandel Region mit ihren schoenen Straenden sehen (morgen) und mich dann auf nach Auckland machen (worauf ich mich seit Beginn der Reise am meisten freue). Die anderen kleinen Stationen werde ich wohl weglassen. Wie ein netter Brite auf dem Flug von Melbourne nach Christchurch so unbeeindruckt sagte: Alles muss man hier auch nicht gesehen haben.

Also, auf nach Australien!

Liebe Maori-Omas verabschieden ihre Familie, die in den Bus einsteigt.

Ich will gar nicht wissen, warum dieses Schild nötig ist. Am besten steinigt man diejenigen direkt zurück.

Und das ist Taupo, ein niedliches Dorf am Lake Taupo.






Sieht man hier, was ich mit dem "anderen Licht" meinte?

Ich finde die Dramatik des dunklen Himmels vor der hell beleuchteten Stadt einfach wunderschön.










Ein Regenschauer. Auch wieder wunderschön.


Kennt jemand diese Schoten?


Eine Zumba-Gruppe im Freien.

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