Samstag, 4. Februar 2012

Neuseeland: Auckland


Mittlerweile bin ich schon in Paihia angekommen, ganz im Norden der Nordinsel. Eigentlich sollte Auckland ja meine letzte Station sein, aber Sarahs Erzaehlungen haben mich ueberzeugt, hier auf der Nordinsel doch noch drei Stopps zu machen:
  • Paihia/Cape Reinga (Straende und unberuehrte Landschaften)
  • Waitomo Caves (Gluehwuermchenhoehlen)
  • Tongariro Crossing (schoenste Wanderung Neuseelands durch Vulkangebirge).
Eigentlich sollte ich gar nicht hier sitzen, sondern gerade auf der hundersten Bootstour dieser Reise hocken. Aber das Schicksal sollte mir hold sein: Als ich das Boot mit gefuehlt 200 anderen Passagieren bestieg, stellte ich fest, dass das Ganze eher einer Kaffeefahrt glich. Ausserdem sollte ein Teil der Tour Delfinbeobachtung sein. Die habe ich jetzt schon oefter gesehen, von daher interessierte mich nur ein Felsen, der wohl ein besonders auffaelliges Loch in der Mitte hat (daher auch der Name "Hole in the rock").
Da die See heute ein wenig stuermisch ist, kam eine Dame der Crew hoch auf das Beobachtungsdeck (wo ich wieder tapfer Platz genommen hatte) und bot uns an, statt heute an einem anderen Tag fahren zu koennen, da wir witterungsbedingt nicht zu dem Felsen fahren koennten. Das Ende der Geschichte ist, dass wir ausgehandelt haben, dass ich die Tour gar nicht mache und das gesamte Geld zurueckbekokmme.
Im Buero hat mir dann eine ganz liebe Maori-Dame namens Debbie mit einer total coolen Frisur (lockig, schwarz, und zu allen Seiten abstehend) mit Auckland telefoniert und die sofortige Erstattung auf meine Kreditkarte gedeichelst (denn gebucht hatte ich den ganzen Spass ueber das Touristenbuero in Auckland).
Das Geld ist schon wieder auf meiner Kreditkarte (Benni, kannst du das eventuell mal kontrollieren? Die DKB-Visa-Karte. Danke!!), und ich habe unerwartet einen freien Nachmittag. Vielleicht sollte ich mir meine Tage hier nicht so vollstopfen, denn ich merke, dass mir einer halber Tag ohne Action auch mal ganz gut tut.

Und nun zu Auckland, was fuer mich persoenlich das spannendste Ziel in ganz Neuseeland war. Auckland hat mittlerweile 1,5 Millionen Einwohner und ist damit mit grossem Abstand die groesste Stadt im Land (es gibt nur 4,4 Millionen Kiwis). Das allerdings auch nur, weil man die ganzen umliegenden Gebiete mitzaehlt. Die Stadt ist immer noch sehr uebersichtlich.
Auckland ist trotzdem nicht die Hauptstadt (das ist Wellington), und so ungefaehr jeder, der nicht in Auckland wohnt, findet es bloed und haelt damit auch nicht hinterm Berg. Auckland ist nicht das "richtige" Neuseeland. Ich frage mich, wer eigentlich immer festlegt, was das "richtige" Land ist und was nicht. Immerhin wohnt ungefaehr ein Drittel der Bevoelkerung hier. Aber das ist wohl wieder eins der Themen, ueber das man Tage lang ergebnislos diskutieren kann. Von daher steigen wir direkt ein in den Ablauf der letzten Tage:

Dienstag, 31. Januar:
Von Whitianga aus (was wieder mal ein Maori-Name ist und sich, wie ich mittlerweile gelernt habe, "Fitijanga" spricht - warum schreibt man "wh", wenn man "f" meint?) ging es mit dem Bus nach Auckland. Umgestiegen bin ich in Thames, wo ein hervorragendes Fruchtgeschaeft in der Naehe der Busse war. Ich habe den halben Laden aufgekauft und mich wieder an die Haltestelle gesetzt (und Pfirsiche gegessen). Nach einer Weile setzte sich eine nette Oma neben mich, die Blumen in der Hand hielt. Ich fragte sie, ob sie jemanden besuchen wollte. Sie erzaehlte ganz stolz, dass sie die Blumen geschenkt bekommen hatte, denn sie waere gerade 85 geworden. Ich gratulierte ihr ueberschwaenglich, aber vergass offenbar ein wesentliches Detail. "Ich sehe aber juenger aus, oder?", fragte sie etwas unvermittelt. Ich bestaetigte ihr, dass definitiv juenger aussehe. "Ja, das hoere ich oft" (ich musste innerlich schon schmunzeln). Sie erzaehlte mir, dass sie trotz ihres Alters noch Reisen unternehme. Ich glaube, wenn man einer der 100 vitalsten Omas der Welt zur Oma hat (so wie ich), dann koennen einen die ganz lieben und bestimmt auch noch fitten neuseelaendischen Omas natuerlich nicht allzu sehr beeindrucken (zumal 85 ja auch kein Alter ist - unsere Oma wird 88 und hat damit fast schon wieder eine Schnapszahl erreicht!). Meine Oma ist vor gar nicht so langer Zeit noch alleine in die Nordsee gegangen! Aber ich brachte natuerlich auch der neuseelaendischen Oma meine Wertschaetzung entgegen.
Weiter jedoch im Text: Wir Deutschen gelten ja als herausragende Ingenieure, Mechaniker und Autobauer (bitte merken fuer den weiteren Verlauf der Geschichte, und fuer einen Kracherscherz zu der Thematik bitte ganz unten den Text nach dem Sternchen lesen). In Thames stieg ich dann in den naechsten Bus und unterhielt mich mit einer sehr netten Kuenstlerin aus England, die mittlerweile in Sunshine Coast lebt (genau wie Anne Osborne). Genaugenommen war sie Neuseelaenderin, aber hatte mittlerweile die britische Staatsbuergerschaft, wenn ich das richtig verstanden habe. Sie sagte, dass sie Australien schoen faende, aber statt in Sunshine Coast lieber in Melbourne leben wuerde, weil das fuer Kunst & Kultur besser sei. In Neuseeland koennte sie nicht leben, weil die Leute ihr hier zu unorganisiert seien. Ich stimmte voll zu und erzaehlte ihr einige der Anekdoten, die ich auf der Reise mitbekommen hatte. Die wildeste davon ist, dass eine (britische) Touristin einen Hubschrauberflug gebucht hatte und der Pilot wohl wenig vertrauenserweckend wirkte. Sie fragte ihr, ob die Tuer wirklich zu sei, woraufhin der Pilot nach hinten kraehte "Das kann ich jetzt nicht mehr checken, ay" und abhob ("ay" sagt man generell am Ende von Saetzen). Europaeer moegen sowas einfach nicht.
Auf einmal gab es waehrend der Busfahrt einen lauten Knall und Ruck. Da deutsches Blut durch meine Adern fliesst, sagte ich sofort "Uns ist ein Reifen geplatzt". "Echt?" fragten hektisch die Umsitzenden. Ich: "Ja, aber hinten. Einer der Zwillingsreifen". Ich glaube, sie hielten mich ab dann fuer eine Magierin aus der fernen, deutschen Uebersee. Aber was soll sonst sein, wenn etwas platzt, aber man trotzdem noch einigermassen die Spur haelt? Ich erntete trotzdem anerkennende Blicke und kam mir sehr cool vor.
Wir blieben also 30km vor Auckland auf der Autobahn liegen. Das nervte zwar, vor allem, da wir in der prallen Sonne sassen und zwar Baeume am Strassenrand waren, aber direkt dahinter ein Zaun, sodass man kaum Schatten hatte (oder eine Moeglichkeit zu ... ihr wisst schon). Andererseits lernte ich so ein tolles neuseelaendisches Ehepaar Ende 50 kennen. Die beiden leben seit ueber 30 Jahren auf ihrem Hausboot und haben schon die ganze Welt bereist. Ihre beiden Toechter sind auf dem Boot aufgewachsen und haben die Schule ueber Fernkurse (was hier unten normal ist) abgeschlossen. Mittlerweile sind die beiden Aerztin bzw. Anwaeltin, also muss das Lernen auf dem Boot wohl gut geklappt haben. Das Ehepaar war wirklich sehr interessant und ich fragte sie zum Thema Leben auf Booten aus und sie mich zu deutscher Atompolitik. Wir waren fast betruebt, als der Mechaniker, ein lustiger Maori, uns irgendwann auf der Autobahn gefunden und den Reifen gewechselt hatte. Auf den Tipp der beiden hin sollte ich spaeter noch die Insel Rangitoto besuchen.
Und dann war ich kurze Zeit spaeter endlich in Auckland. Ich hatte mir ein preiswertes Hotel ausgeguckt (das "All Seasons" in der Innenstadt) und habe fuenf Tage lang den Ausblick auf den Hafen vom 16. Stock aus genossen. Klein, aber mein. Ich hatte wirklich alles, wenn auch in der Miniaturausgabe. Sehr putztig.
Ich zog los in die Stadt und stellte fest, dass das "Raw Power", ein vegetarisches Restaurant, schon geschlossen hatte (hier macht tatsaechlich fast alles um 17:00 Uhr zu). Ich ging weiter und stiess auf das schoene "Sunflower" mit der netten asiatischen Kellnerin Constanze (die Asiaten geben sich alle westliche Namen, damit wir sie ueberhaupt rufen koennen. Sie heisst nicht wirklich Constanze). Da Auckland unfassbarerweise fast ein Drittel asiatische Einwohner hat, nutzte ich meine Chance und fragte Constanze, wo es gute Durian gibt. Das wusste sie nicht genau, verwies mich aber auf einen grossen Supermarkt, der welche haben koennte. Der Supermarkt hatte tatsaechlich gefrorene Durian aus Malaysia, die wirklich sehr gut waren. Ich brauche wohl nicht eigens zu erwaehnen, dass ich seitdem jeden Tag Durian gegessen habe, die letzten 1200g heute morgen zum Fruehstueck.
Ich habe im Hotel meine Freiheit und mein eigenes Zimmer genossen. Ich habe mein ganzes Gepaeck aufgeraeumt und habe einen ganzen grossen Stoffbeutel, den ich vor meinem Abflug nach Australien schon mal zurueck schicken werde. Wie erleichternd. Fast die Haelfte des Gepaecks.
Abends war ich noch mal in der Stadt und im Hafen unterwegs. Der Mond ist hier genau andersrum. Bei uns hat der zunehmende (sichelfoermige) Mond ja die Oeffnung zur linken Seite, und hier zur rechten. Auch der Mond ist also down under, wie lustig, oder?

Mittwoch, 1. Februar:
Morgens habe ich ausgeschlafen und dann Goldkiwis gegessen. Ich glaube, das waren meine letzten. So langsam habe ich sie ueber. Dann war ich vormittags online. Nachmittags habe ich weiter die Stadt erkundet. Abends war ich in einer Comedybar, bei der 10 Comedians aufgetreten sind. Es waren Profis dabei, aber auch junge Talente. Das Motto des Abends war "Experimente". Das bedeutete, dass die Comedians an uns ihre neuen Gags ausprobieren konnten. Manche waren wirklich leider nicht lustig, andere schon. Die Witze ueber Deutsche sind seit 60 Jahren immer noch die gleichen und daher etwas lahm (fuer mich jedenfalls). Ich frage mich, wann der Rest der Welt mal auf den neuesten Stand in Punkto Deutschland kommt (wir sind z.B. nicht alle unformiert und sagen "Aaaachtung!").
Generell ist Comedy immer eine gute Art, eine Kultur kennenzulernen. Was das Land bewegt, findet seinen Eingang in die gaengigen Witze, und von daher fand ich das ganz spannend.

Donnerstag, 2. Februar:
Heute bin ich mit Sarah (aus Whitianga) auf die Insel Rangitoto gefahren (sie war mittlerweile nachgekommen). Das hatte mir das Boots-Ehepaar von der Hinfahrt empfohlen, wie oben erwaehnt.



Wir hatten uns morgens im Touristenbuero (das hier uebrigens I-Site heisst) informiert, aber hatten schon geargwoehnt, dass die Frau dort keine Ahnung von der Insel hatte. Wir sollten Recht behalten. So sind wir mit der Faehre zur Insel gefahren und haben nur eine kleine Wanderung machen koennen, da die Zeit fuer die grosse nicht reichte. Die kleine war aber auch wirklich toll! Durch dunkles, von der Sonne aufgeheiztes Lavagestein sind wir bis zum Gipfel gewandert und hatten von der oben einen grandiosen Ausblick auf Auckland Innenstadt und die anderen Inseln. Auf dem Rueckweg sind wir noch durch ein paar Lavahoehlen gekrachselt (hier war die Taschenlampe voll im Einsatz, danke noch mal an meine Schwiegereltern).
Wieder auf dem Festland, wollten wir uns bei der I-Site ueber die schlechte Beratung beschweren, weil wir die Dame wirklich mehrmals auf alle kritischen Aspekte hingewiesen hatten. Der Vulkan auf Rangitoto ist das letzte Mal vor 600 Jahren ausgebrochen, wir hingegen immer wieder waehrend des Aufstieges, des Abstieges und der Rueckfahrt mit der Faehre. Zu ihrem Glueck war die Dame nicht mehr da.


Wir haben uns unten am Skytower (der grosse Turm auf den Bildern) hingesetzt und uns die Leute angeguckt, die dort herunterspringen (gesichert, wie sich versteht). Das ist so unverschaemt teuer, dass Zugucken allemal reicht. Wir hatten vormittags schon jemanden gesehen, der mit lauten Gekreische den 220m hohen Turm heruntersprang. Als wir aber nachmittags da waren, war es weniger spektakulaer, und wir hatten fast eine Nackenstarre, als mal endlich wieder jemand sprang. Sarah fasste unsere Enttaeuschung, als der erste Springer unten war, sehr treffend zusammen mit "Der hat ja noch nicht mal geschrien".
Abends war ich Einkaufen und war dadurch zu spaet fuer einen weiteren Comedy-Abend. Stattdessen bin ich vor dem Fernseher versackt. War aber auch ok. Ich fand mein Zimmer so schoen, von daher war ich sehr gerne im Hotel.

Freitag, 3. Februar:
Ich war morgens noch mal online und dann noch mal bei der I-Site, um dort die Frau anzumeckern, die uns gestern die schlechten Tipps gegeben hatte. Zu ihrem Glueck war sie erneut nicht da. Daraufhin liess ich es gut sein. Vermutlich gibt das ohnehin nur schlechtes Karma.
Danach war ich im Skytower fuer 18 Dollar (um die 12 Euro: Backpacker, also Rucksacktouristen, bekommen Rabatt). 220m sind ganz schoen hoch! Die untere Aussichtsplattform hat zum Teil einen Glasboden. Obwohl ueberall steht, dass der Glasboden so sicher ist wie Beton, haelt man sich instinktiv am Gelaender fest, wenn man darueber geht. Ich habe mich gezwungen, loszulassen. Man muss sich auch zwingen. Ueberlebensinstinkte schaltet man nicht so einfach aus. Wenn man dann in 200m Hoehe "in der Luft" steht, hat man schon genug Adrenalin, finde ich. Es gibt weiter oben tolle Ausgucke auf die Stadt. Man guckt durch ein Rohr und sieht ein Gebaeude, und neben dem Rohr steht ein Schild mit der Erklaerung, was man da eigentlich sieht. Eine tolle Art, die Stadt von oben zu sehen.
Ich habe danach noch ein paar Turmspringer gefilmt und geknipst und bin dann zum Mount Eden gewandert. Das dauerte ca. eine Stunde, und dort oben hatte man mal wieder eine tolle Aussicht. Von dort oben habe ich wieder viele Fotos geschossen. Ein ganz beeindruckender (aktuell nicht aktiver) Krater tront oben auf dem Berg.
Wieder in der Stadt, habe ich mit um die weiteren Reisebuchungen gekuemmert.
Abends gab es Zitronen(tofu)huhn mit Reis und Gemuese aus Aucklands veganem Restaurant. Den (Soja-)Kaesekuchen hatte ich am Vortag schon probiert. Alles ganz gut, wenn auch der Geschmack von Huhn etwas ist, was ich nicht haben muss. Aber solche Restaurants foerdere ich natuerlich. Ausserdem lief dort ein Video von der Meditationstrainierin der Besitzer, und im Video sprang auch ein Ernaehrungsguru im Hintergrund herum (fuer meine Obst-Gruppe: Dr. Cousens). So kamen wir schnell ins Gespraech, was wirklich gut tat. Man fuehlt sich mit Gleichgesinnten immer zu Hause, finde ich, egal, wo man ist.

Samstag, 4. Februar:
Heute war ich auf Waiheke, eine Mischung aus Helgoland und Sylt (ohne beide wirklich zu kennen) 30min entfernt von Auckland. Man kommt dort ebenfalls mit der Faehre hin.
Davor hatte ich noch bei der I-Site meine naechsten Trips gebucht.


Waiheke ist eine sehr huebsche Insel, auf der ca. 20.000 Menschen leben und wo die Immobilienpreise im Millionenbereich liegen. Ob ich hier wohnen wollte, wenn ich koennte, weiss ich gar nicht. So sehr mein Geschmack war es dann auch nicht. Ein Busfahrer hat uns zu allen wichtigen Punkten gefahren, fuer Fotos aussteigen lassen und uns vieles erklaert.
Und als ich mit dem Bus wieder zurueck zur Faehre gondele, hoere ich auf ein mal jemanden meinen Namen schreien: Meine Kindergartenfreundin Anne!!! Wahnsinn. Der Hintergrund: Anne (und Claire) und ich waren im Kindergarten unzertrennlich und auch ein Jahr lang zusammen in der Schule (bis Anne umgezogen ist). Da haben wir uns das letzte Mal gesehen. Vor ein paar Monaten hatte ich sie dann mal gegoogelt und in einer Anwaltskanzlei gefunden (da sie nicht auf Facebook oder Xing ist). Ich hatte sie angeschrieben (in der Hoffnung, dass sie es auch ist, obwohl ich mir vom Foto her ziemlich sicher war). Und siehe da, sie war es! Wir haben uns dann mal in unserer Heimatstadt Remscheid auf einen Kaffee getroffen und ewig gequatscht. Nach 24 Jahren hat man sich ja auch einiges zu erzaehlen. Ich wusste auch, dass sie und ihr Freund zu der Zeit hier sind, hatte aber irgendwie gedacht, dass wir uns deutlich verpassen werden. Auf Reisen verliert man das Zeitgefuehl ja immer ein wenig. Naja, auf jeden Fall ist es ein grosser Zufall gewesen, sich in der riesigen Stadt tatsaechlich zu treffen. Komisch, oder? Ich hatte die ganze Zeit den Besuch auf Waiheke vor mir hergeschoben. Jetzt weiss ich auch, wofuer es gut war.
Ich war dann noch kurz in der I-Site fuer Infos zu meinen naechsten Trips (Planung ist so entsetzlich zeitaufwaendig), dann einkaufen und habe dann auf dem Bett gedoest. Es war echt ein langer Tag.
Abends waren Anne&Jan und ich noch mal in der Comedy. Diesmal waren nur Profis da, und die Gags zogen schon etwas besser. Trotzdem hat der neuseelaendische Humor wirklich nicht meinen Humornerv getroffen. Ich fand das meiste doch recht platt, ein bisschen Mario Bart auf Englisch mit komischem Akzent. Mir war es zu viel aggressiver und gewalttaetiger Humor (was ist daran lustig, sein Kind zu toeten, weil es rote Haare hat? Das eigene Kind?), der auch immer gegen irgendjemanden ging. Ich hoere lieber Dieter Nuhr, Michael Mittermaier oder Dr. Eckart von Hirschhausen, oder auch Juergen von der Lippe von mir aus, die es schaffen, alltaegliche Situationen so zu beschreiben, dass man sich totlacht. Nun denn. Man muss es mal mitgemacht haben, nicht wahr?


So ihr Lieben, jetzt habe ich euch aber richtig zugeschwallt. Morgen bin ich den ganzen Tag unterwegs am Strand ganz am Nordzipfel der Insel. Abends treffe ich wahrscheinlich noch mal Anne&Jan, die auch hier sind.
Wir hoeren uns wieder von Auckland aus, wenn ich wieder da bin. Von dort geht es zu der Gluehwuermchenhoehlen in Waitomo (mit Black Water Rafting, was immer das genau ist). Danach wandere ich an tuerkisen Seen vorbei durch spannendes Vulkangestein bei hoffentlich guter Sicht. Und wenn alles gut geht, mache ich das von Auckland aus mit dem Auto, weil beide Punkte sich per Bus schlecht verbinden lassen. Zum ersten Mal links fahren, argh. Aber ich will das unbedingt mal machen. Drueckt mir bei Gelegenheit vielleicht mal am Mittwoch die Daumen. ;-)

Der geplatze Reifen auf dem Weg nach Auckland.


Ein netter Maori repariert unsere Panne und rettet dadurch viele Urlaube und Anschlussflüge.

Mein Zimmer in Auckland - klein, aber mein!











Vegetarisches Restaurant: Hier habe ich die gute Constance kennengelernt.

Eine hot & sour soup. Fragt mich bitte nicht, warum ich bei "hot" nicht schneller geschaltet habe. Naja, ich habe die Suppe so gerade noch essen können, aber scharf war sie auf jeden Fall!

Und der Rest meines Mahls.

Blick aus meinem Hotelzimmer.

Filmaufnahmen.

Gefrorene Durian - besser als nichts.




Oben rechts ist der vegane Laden.


Der Albert Park  (mit irgendeinem chinesischen Fest)





Ich weiß nicht warum, aber dies ist eins meiner absoluten Lieblingsbilder.

Veganer Käsekuchen.

Die Classic Comedy Bar! :-)





Rangitoto





Sarah - aus Datenschutzgründen auch wieder nur "ohne Gesicht"








Die Lavahöhlen






Der geneigte Obstesser erkennt: Die linke Kiwi ist die eindeutig bessere!

So sollte ein Fruchtkühlschrank aussehen: Gefrorene Durian en masse und Tomatensauce (Tomaten sind auch Früchte).

Seid ihr auch so dankbar, dass der "fire alarm" noch mit "whoop whoop" erläutert wird? Ich musste echt lachen. Ohne diese Erklärung stünden viele Touristen vermutlich jetzt noch grübelnd vor dem Aufzug.

Oben im Sky Tower











Was sind das für Pflanzen?

Auckland vom Mount Wellington aus


Von den "Bergen" in der Stadt sieht man die anderen "Berge".




Ich liebe diese Ansichten von Auckland.



Seht ihr, sie geben es selbst zu! Hier läuft alles wischi waschi und "wird schon gehen"! Furchtbar.

Der Comedian in der Classic Comedy Bar hatte noch Witze über die Hare Krishnas gemacht, die so laut singen, dass die Hausbesetzer von gegenüber die Polizei rufen. Und am nächsten Tag liefen sie mir wirklich vor die Linse! :-) Und haben wirklich laut gesungen, und nicht unbedingt schön. ;-)

Veganes Huhn mit Zitrone, Gemüse und Reis. Muss man ja auch mal probiert haben.

Auf Waiheke Island






Immobilienmakler (Real Estate Agents) gibt es hier genug - die Insel ist wahnsinnig beliebt.






Eigentlich wollte ich nur das Schild "This way to boat" fotografieren, weil ich es sehr pragmatisch und lustig fand. Später erkenne ich, dass an der Bushaltestelle Anne & Jan sitzen! Die beiden habe ich damals mitfotografiert und es noch nicht mal gemerkt.


* Kuerzlich auf Facebook gelesen:
"Der Himmel ist, wenn die Italiener die Koeche sind, die Englaender die Polizisten, die Deutschen die Mechaniker, die Franzosen die Liebhaber, und alles von den Schweizern organisiert wird.
Die Hoelle ist, wenn die Englaender die Koeche sind, die Deutschen die Polizisten, die Franzosen die Mechaniker, die Schweizer die Liebhaber, und alles von den Italienern organisiert wird."
(Man unterschaetze nie eine sinnvolle Aufgabenteilung!)

2 Kommentare:

  1. Oh ja...Aufgabenteilung ist was Feines *lach*

    Wahnsinn, eine Kindergartenfreundin am anderen Ende der Welt zu treffen ist vermutlich ebenso wahrscheinlich wie ein Lotteriegewinn.
    Vielleicht solltest du mal spielen ;o)

    Glühwürmchenhöhlen...seufz...ich leibe Glühwürmchen.
    Ich weiß ja, sie sind normale Insekten, aber für mich haben sie was Magisches. Die Helfer der Nachtfeen.

    Und Mittwoch sind meine Daumen fest gedrückt und ich warte voller Respekt auf deinen Bericht.
    Ich find das sehr mutig von dir.
    Das Trampen auch *hust*

    Lieben Gruß
    Kris

    AntwortenLöschen
  2. Kris, das Trampen haben wir nur gemacht, weil es von unserer Hostelmutter als sicher eingestuft wurde und wir zu zweit waren. Ich habe das nicht wieder vor!

    Ich gruesse die kleinen Gluehwuermchen von dir! Ich bin echt gespannt, wie das wird.

    Ganz liebe Gruesse
    Lissa

    AntwortenLöschen